DEUTSCHE BOTSCHAFT IN BUKAREST

Kulturreferat

 

Sitzung des

Ständigen Ausschusses für Deutsch als Fremdsprache

und als Muttersprache (STADAF)

- Bukarest, den 7. November 2000 -

 

Die Deutsche Botschaft in Bukarest bat durch den neuen Kulturreferenten Fried Nielsen auch im Jahre 2000 zur bereits 9. Sitzung des "Ständigen Ausschusses für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Muttersprache" im Goethe-Institut Bukarest.
Das Hauptthema der diesjährigen Arbeitsbesprechung war das Thema "Reformen".
Außer den deutschen Programmlehrern und GastlektorInnen nahmen am zweiten Tag der Sitzung auch Gäste von der rumänischen Seite teil:

- Christiane Cosmatu, Direktorin für Lehrgänge in der deutschen und anderen Sprachen, Abteilung für nationale Minderheiten im Erziehungsministerium
- Frau Silvia Florea, General-Inspektorin für Deutsch im preuniversitären Bereich im Erziehungsministerium
- Ida Alexandrescu, Vorsitzende des Rumänischen Deutschlehrerverbandes
- Prof. Dr. George Gutu, Lehrstuhlleiter, Universität Bukarest, Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens
- Prof. Dr. Horst Schuller, Lehrstuhlleiter, Universität "Lucian Blaga" Sibiu/Hermannstadt
- Prof. Dr. Roxana Nubert, Lehrstuhlleiterin, West-Universität Timisoara/Temeswar
- Prof. Dr. Elena Viorel, Lehrstuhlleiterin, Universität "Babes-Boliay" Cluj/Klausenburg
- Prof. Andrei Hoisie, Lehrstuhlleiter, Universität "Al. I. Cuza" Iasi/Jassy (vertreten durch Doz. Dr. Magdalena Leca)
- Prof. Dr. Speranta Stanescu, Beirat der Lehrerfortbildungsstätte in Mediasch

An diesem zweiten Tag wurden die Schlußfolgerungen der Diskussionen, die am ersten Tag in Arbeitsgruppen stattgefunden hatten über Fragen wie:

- das europäische Fremdsprachenjahr 2001
- sponsoring
- Werbung für Deutsch
- Reformen.

Die rumänischen Teilnehmer wurden gebeten, kurze Statements von jeweils 4 Minuten Dauer zu präsentieren zu Fragen wie:

- Was hat die eigene Institution zur Reform beigetragen?
- Wie wurden die Reformen bisher in der eigenen Institution implementiert?

Zu all diesen Aspekten wurde lebhaft diskutiert. Es wurde dabei die Bemühung der rumänischen Bildungseinrichtungen um die Modernisierung und Didaktisierung des Deutschunterrichts, der grundständigen sowie der Weiter- und Fortbildung der DeutschlehrerInnen unterstrichen. Gelegentlich wurden nicht nur konstruktiv-kritische, sondern auch geradezu irrige Meinungen zum aktuellen Stand des rumänischen Hochschulwesens geäußert. In Anbetracht der Tatsache, daß an der Sitzung auch die Germanistiklehrstuhlleiter der bedeutendsten Hochschulen Rumäniens teilnahmen, wurde dazu Stellung genommen: Prof. George Gutu bat die deutschen Initiatoren des Treffens sowie die deutschen TeilnehmerInnen, zu den Diskussionen über Fragen des rumänischen Hochschulwesens, des Deutschunterrichts auf allen Bildungsstufen auch die rumänischen Partner einzuladen, damit sich auch sie dazu äußern und echte Informationen bieten können. Er wies im Namen aller rumänischen Teilnehmer die falschen Behauptungen eines deutschen Teilnehmers entschieden zurück und forderte die GastkollegInnen dazu auf, die rumänische Wirklichkeit und Tradition im Bildungswesen besser und unmittelbarer, möglichst auch im Zusammenhang derzeitiger finanzieller und materieller Schwierigkeiten im Rumänien kennenzulernen. Alle Teilnehmer begrüßten diese Stellungnahme als sehr willkommen und berechtigt.

Im Anschluß an die Sitzung fand ein Treffen der Germanistiklehrstuhlleiter statt, auf der einige Aspekte der germanistischen Zusammenarbeit diskutiert und ein Protestschreiben an das Bildungsministerium vereinbart haben. Sie sprachen auch ihre Bereitschaft aus, an einem weiteren Treffen Mitte Dezember in Mediasch gemeinsam interessierende Fragen zur Diskussion zu stellen.

 

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