Societatea Germanistilor din România (SGR)

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR)

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 Rundschreiben

Bukarest, den 12.07.2000

 

An alle Mitglieder des Landeskomitees der GGR
sowie an alle Germanistiklehrstuhlleiter
an rumänischen Hochschulen
 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
 

anbei darf die Leitung der GGR Euch mitteilen, daß die Entscheidung fällig ist, an die Zukunft unserer GGR und ihres Fachorgans, der "Zeitschrift der Germanisten Rumäniens" zu denken und demzufolge die "ZGR" in ein "Jahrbuch der Germanisten Rumäniens" umzubenennen und umzugestalten.

Das Erscheinen der "ZGR" hatte seinerzeit der Präsident des DAAD, Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Theodor Berchem, mit den Worten begrüßt, es mögen dem ersten viele weitere Hefte folgen. So blickt nun schon die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens auf stolze 9 (2 Einzel- und 7 Doppel-)Hefte zurück. Die herausgeberische Erfahrung der GGR ist somit wesentlich gewachsen, die "ZGR" erfreut sich eines immer größeren, fachweltweiten Ansehens im In- und Ausland. Der Kreis der aus ganz Rumänien gewonnenen Beiträger ist beträchtlich, die ausländischen Beiträger gehören zu den solidesten GermanistInnen vieler Länder.

Nach dem Vorbild der "ZGR" und unserer Buchreihe "GGR-Beiträge zur Germanistik" (in der bisher bereits 6 Bände erschienen sind) begannen die dadurch ermutigten KollegInnen im Lande ihre eigenen Publikationen herauszugeben, was zu einer erfreulichen Differenzierung und Vervielfältigung der germanistischen Publikationen in Rumänien führte.

Nicht zuletzt verliehen die von der GGR bisher veranstalteten drei umfangreichen Germanistenkongresse der germanistischen Bewegung in Rumänien grundlegende, wesentliche Impulse, so daß die Forschungsergebnisse rumänischer GermanistInnen auch auf einzelnen Tagungen der Germanistiklehrstühle und der GGR-Zweigstellen zur Diskussion gestellt wurden.

Damit leisteten und leisten die GGR und die "ZGR" der Germanistik in Rumänien unschätzbare Dienste - in selbstbewußter Fortsetzung der beachtlichen germanistischen Tradition der Zwischenkriegszeit, als rumänische, rumäniendeutsche und jüdische GermanistInnen kollegialen Umgang pflegten und oft beispielhaft zusammenarbeiteten.

Angesichts des Umstands jedoch, daß wir - auf unsere eigenen Kräfte (Texteingabe und Textverarbeitung sowie Redigierung und Korrektur) angewiesen, um durch ehrenamtliche Mitarbeit die Kosten der "ZGR" beträchtlich zu senken - in letzter Zeit nur Doppelhefte, also Jahreshefte herausgeben konnten, beschloß die Leitung der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens, die "Zeitschrift der Germanisten Rumäniens" ab 2001, also noch vor dem Jahr ihres 10-jährigen Bestehens, in "Jahrbuch der Germanisten Rumäniens" umzubennen und umzuwandeln.

Wir wollen damit an unsere eigene Tradition und Erfahrung anknüpfen und von unseren urheberrechtlichen Positionen als juristische Person Gebrauch machen.

Im Zuge dieser erfreulichen Entwicklung hat sich die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens schon in den vergangenen Jahren an den DAAD gewandt mit dem Vorschlag, das "Jahrbuch der Germanisten Rumäniens" gemeinsam herauszugeben. Damals antwortete uns Herr Dr. Roggausch, Leiter der Grundsatzabteilung, der DAAD verfüge noch nicht über die nötigen finanziellen Mittel.

Nun hat sich die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens erneut - diesmal schriftlich und in voller Verantwortung für und in Sorge um die Geschicke der Germanistik in Rumänien - an den Deutschen Akademischen Austauschdienst, an den Präsidenten Theodor Berchem sowie an den guten Freund und Förderer der rumänischen Germanistik, Dr. Werner Roggausch, mit dem Vorschlag gewandt, das "Jahrbuch der Germanisten Rumäniens" gemeinsam herauszugeben.

Dabei denken wir, daß durch eine wohldurchdachte Konzeption alle Germanistiklehrstühle und GGR-Zweigstellen des Landes zur Erstellung diverser ständiger informativer Rubriken sowie einzelner Hefte herangezogen und eingeplant werden können.

Zugleich wollen wir das Potential der in Rumänien tätigen DAAD-Lektoren noch effizienter ausnutzen und sie alle heranziehen an die redaktionelle und Korrekturtätigkeit, um dadurch ein stets höheres inhaltliches und sprachliches Niveau der veröffentlichten Beiträge zu gewährleisten.

Ein wissenschaftlicher Beirat von angesehenen Fachleuten aus Rumänien (Yvonne Lucuta, Elena Viorel, Doina Sandu, Speranta Stanescu, Roxana Nubert, Andrei Corbea-Hoisie, Horst Schuller, Ioan Lazarescu, Eleonora Pascu, Cornelia Cujba, Ioana Craciun-Fischer) sowie aus dem Ausland (Gerhard Plumpe, Gert Mattenklott, Horst Thurk, Werner Keller, Peter Göhler, Bernd Leistner, Anton Schwob, Wendelin Schmidt-Dengler, James K. Layon, Gert Ueding, Peter Motzan, Stefan Sienerth, Markus Fischer etc.) soll für die Qualität der herausgegebenen Hefte sorgen und bürgen.

Die Schriftleitung des "Jahrbuchs der Germanisten Rumäniens" übernehmen seit 2001 der Präsident der GGR und ein/e vom DAAD zu bestimmende/r DAAD-Lektor/in in Rumänien.

Für die Redaktion des Jahrbuchs soll jedes Jahr eine jeweils andere GGR-Zweigstelle und ein jeweils anderer Germanistiklehrstuhl verantwortlich sein. Die ständigen Rubriken des Jahrbuchs sollen einzelnen GGR-Zweigstellen und Germanistiklehrstühlen in Auftrag gegeben werden, um die nötige Kontinuität zu gewährleisten.

Über all diese Fragen und weiteren organisatorischen Maßnhamen soll auf einer von der GGR einzuberufenden Beratung im Herbst 2000 oder im Frühjahr 2001 entschieden werden.

Die vom DAAD uns zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Mitteln könnten dabei vernünftig verwendet und über bereits bestehende juristisch abgesicherte Möglichkeiten abgewickelt werden. Auch bestehen in Bukarest ausgezeichnete, recht günstige Druckmöglichkeiten.

Das "Jahrbuch der Germanisten Rumäniens" soll in die vom DAAD herausgegebene Reihe der Jahrbücher verschiedener nationaler Auslandsgermanistiken hineingehören und sich rubrikmäßig und in der graphischen Aufmachung entsprechend angleichen.

Was nicht angestrebt werden darf, ist eine inhaltliche Angleichung - und das wird die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens durch ihre bisherige organisatorische und fachliche Erfahrung am besten leisten und bewältigen können.

Seit 10 Jahren hat die GGR Beachtliches im In- und Ausland geleistet, die Einheit der Germanistik in unserem Land gefestigt und in ihrer Vielfalt an Traditionen, Lehr- und Forschungsthemen, an kreativem Potential gefördert und ermutigt, so daß die einzelnen Germanistiklehrstühle und GGR-Zweigstellen erfahrener, selbstsicherer und initiativreicher geworden sind. Die GGR hat vielen KollegInnen in Bukarest, vor allem aber auch in den anderen Städten, neue Bekanntschaften vermittelt und neue Wege erschlossen, die nun von manch einem begangen werden, als habe man der GGR nichts zu verdanken! Glücklicherweise ist unser germanistischer Nachwuchs weniger eingebildet, die jungen Leute wissen sehr wohl, daß sie der GGR viele ihrer Kontakte zu verdanken haben!

Wir baten deshalb den DAAD-Präsidenten Theodor Berchem, als alten und oft bewährten Freund Rumäniens und seiner kulturellen und geistigen Entwicklung, unseren Vorschlag in der gleichen Verantwortung für die weiteren Geschicke der Germanistik in Rumänien, aus der heraus er entstanden ist, eingehend zu prüfen und eine Entscheidung zu treffen, die der Germanistik in Rumänien eine für Lehre und Forschung förderliche, störungsfreie Weiterentwicklung gewährleisten soll.

Wir jedenfalls, die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens, sind fest entschlossen, das "Jahrbuch der Germanisten Rumäniens" ab 2001 - in Fortsetzung der "Zeitschrift der Germanisten Rumäniens" - regelmäßig herauszugeben und würden uns sehr freuen, wenn der DAAD als Mitherausgeber fungieren würde. Damit wäre auch gewährleistet, daß sich die doch nicht allzu zahlreichen germanistischen Fachkräfte in Rumänien nicht verzetteln und ihr Wissen und Können in den Dienst der gemeinsamen Sache der Germanistik in Rumänien stellen.

Von unserem gemeinsamen Weg wird uns niemand abbringen können. Deshalb danken wir all denen, die echtes gemeinsames, also auch echt europäisches Denken beweisen und im Sinne der gemeinsamen Interessen handeln.

 

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

 
Prof. Dr. George Gutu, Präsident der GGR
Prof. Dr. Doina Sandu, Vizepräsidentin der GGR
Prof. Dr. Elena Viorel, Vizepräsidentin der GGR

 

www.e-scoala.ro

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