|
|
ZEITSCHRIFT
DER GERMANISTEN RUMÄNIENS
1-2 (19-20), 2001
Leitartikel (S. 7-10)
(Deutsche
Fassung) /S. 7-8/
GGR, ZGR und die
Germanistik in Rumänien
Jedes Phänomen hat seinen
Hergang. Über ein Phänomen sprechen heißt grundsätzlich sich mit
seinem Hergang beschäftigt haben, um in Kenntnis von der Sache
überhaupt Gültiges aussagen zu dürfen und zu können. Die recht
fruchtbaren Epochen in der Geschichte der institutionalisierten
Germanistik in Rumänien im gesamten 20. Jahrhundert, die der
hervorragenden Tätigkeit von Germanisten rumänischer,
rumäniendeutscher oder sonstiger Herkunft zu verdanken sind, haben
zur Herauskristallisierung ihrer eigenen Identität im Sinne der von
Karl Kurt Klein postulierten Zweigleisigkeit einer
Auslandsgermanistik wesentlich beigetragen. Was in Rumänien der
zwanziger und dreißiger Jahre an vielfältigen Forschungsergebnissen
über die Herkunft der Rumänen sowie der in Rumänien lebenden
Deutschen, ja der gesamten deutschsprachigen Bevölkerung dieses
Landes, über die inter- und multikulturellen Beziehungen des Gebens
und Nehmens, also der Rezeption und der Wirkungsgeschichte
interreferentieller Natur zwischen dem geistig-kulturellen und
literarischen Raum dieser multiethnisch geprägten Region zum
binnendeutschen Sprach- und Kulturraum geleistet wurde, macht
Dutzende von Bänden aus, deren Einsichtnahme ganze
Forschungseinrichtungen beschäftigen könnte. Unter den schwierigen
Bedingungen, die nach dem II. Weltkrieg durch den Eingriff
eingeschleuster proletkultistischer und ideologischer Vormunde
verunstaltet wurden, konnte dennoch an die fortschrittliche,
humanistisch gesinnte und völkerverbindende Tradition der
anheimischen Germanistik angeknüpft und Wesentliches geleistet
werden zum Ausbau des hochschulischen Deutschunterrichts und der
germanistischen Forschung. Zur Phalanx der verdienstvollen
Germanisten des vergangenen Jahrhunderts gehören Simion C.
Mândrescu, Traian Bratu, Karl Kurt Klein, Gustav Kisch, Ion
Sân-Giorgiu, Virgil Tempeanu, Bernhard Capesius, Ion Gherghel,
Harald Krasser, Victor Morariu, Alfred Klug, Jean Livescu, Georg
Scherg, Tudor Vianu, Johann Wolf, Mihai Isbasescu, Ion Roman, Bruno
Colbert, Viktor Theiss, Romul Munteanu - um nur die wichtigsten
Gestalten einer vielschichtigen Landschaft zu nennen. Um sie
scharten sich fleißige und intelligente, gut ausgebildete und
gebildete Mitarbeiter, deren Leistungen nicht hoch genug zu schätzen
sind.
Die GGR war von ihrer ersten Stunde an bestrebt, Voraussetzungen zu
schaffen, damit diese Tradition auf einer höheren Stufe fortgesetzt
wird. Durch die von ihr veranstalteten Kongresse und Symposien, an
denen sich Hunderte von inländischen und ausländischen
GermanistInnen beteiligt haben, durch die Herausgabe der ZGR sowie
zahlreicher Einzelpublikationen und Periodika in allen Hochschul-
und Kulturzentren Rumäniens, durch die ständige Optimierung der
didaktisch-methodischen Ansätze der germanistischen Grund-, Aus- und
Fortbildung auf Landesebene bewies die GGR organisatorische Stärke
und fachliche Kompetenz. Die internationalen Verbindungen erstarkten
und intensivierten sich, denn sowohl im Lande selbst als auch in den
Beziehungen zur Welt hin ließen wir uns stets von den Ideen Leiten,
die Prof. Werner Keller, damals Präsident, heute Vizepräsident der
Goethe-Gesellschaft Weimar auf einem Goethe-Symposion in Bukarest
1998 erwähnt hat: "Europa ist gezeichnet durch die Tragödien
bitterer Jahrzehnte. Am Ende dieses Jahrhunderts ist es geistig
geeint durch unseren Willen zum Frieden auf diesem Kontinent und
durch unsere Offenheit, das Gemeinsame im Anderen zu erkennen und
das Andersgeartete als Bereicherung in Dankbarkeit anzunehmen." Die
Germanisten Rumäniens genießen, sagte er, hohes Ansehen: "Rumänische
Germanisten werden in Deutschland sehr geachtet. Rumänischer
Germanist zu sein bedeutet für die Stipendiaten in Weimar: durch
sprachliche Kenntnisse und methodische Reflexion ausgeziechnet zu
sein." Das renommierte FACHDIENST GERMANISTIK sprach 1998 von einer
"erstaunlichen Aktivität" der Germanistik in Rumänien.
Doch der Weg bis dahin war alles andere als einfach. Im Vorwort
zu seiner monographischen Darstellung "Friedrich Gottlieb Klopstock"
(Bukarest 1911) nahm Simion C. Mândrescu darauf Bezug. Der Leiter
des ersten Germanistiklehrstuhls in Rumänien führte sechs Jahre nach
der Gründung des Bukarester Lehrstuhls aus:
"Es sind fast sechs Jahre vergangen, seit es an der Universität
Bukarest einen gesonderten Lehrstuhl für deutsche Sprache und
Literatur gibt, und ebensoviele, seit ich begann, in diesem Fach
eine für uns, Rumänen, völlig neue Vorlesung zu halten. Was ich
in meiner Antrittsvorlesung vom 5. November 1905 vorhersah,
bewahrheitete sich vollends. Imens waren die Schwierigkeiten, gegen
die ich anzukämpfen hatte in meinem aufrichtigen Wunsche, mindestens
einen guten Anfang zu machen. Wenn es mir trotzalledem gelang,
einige erfreulichen Ergebnisse zu erzielen, so muß ich gestehen, daß
ich auch Glück hatte. Jahr für Jahr hatte ich das Glück zu sehen,
wie dieser neue Arbeitsbereich sich mit hervorragenden intelligenten
Leuten bereichterte, mit sich ehrlich Bemühenden, die mich durch das
Interesse und Können, mit denen sie meinem Unterricht beiwohnten, in
meinem Kampf stärkten und meine Hoffnung auf die Zukunft glücklich
zunehmen ließen. Ich bin der Überzeugung, daß meine Schüler, die
sich am in der deutschen Literatur enthaltenen Ewig-Schönen sowie an
den durch die Gestalten dieser Literatur verkörperten unsterblichen
Beispielen von Heldenmut begeistern, weiterhin in der von mir
angegebenen Richtung tätig sein werden und in den Schulen und unter
den Rumänen das Wort dieser Literatur weitertragen werden zum Wohle
und zur Erhöhung unseres Volkes und unserer Nationalliteratur. Ich
hege zugleich die Hoffnung, daß manch einer von ihnen durch seine
Ergebnisse jenen übetreffen werden, dem es unter so vielen
schwierigen Bedingungen gegönnt war, auf dem Gebiete der Germanistik
in Rumänien den ersten Schritt zu tun. […] Es liegt in der Natur
der Dinge, daß die Lehrer für Fremdsprachen und für andere
Literaturen vor allem in den Anfängen nicht nur Lehrer ihrer
Schüler, nicht nur Wissenschaftler zu sein haben; sie müssen ihren
Blick auch jenseits der Universität richten, zu Propagandisten des
von ihnen vertretenen Fachs werden." In seinen Pionierleistungen
nahm er sich die fortgeschrittenen Länder zum Vorbild: "In
Deutschland veröffentlichte der größte Hellenist ein Buch mit
hellenistischen Texten für das breite Publikum und hält wie andere
seiner Kollegen von der Berliner Universität Volksvorlesungen in
seinem Fach. In England, Frankreich und Italien, die auf eine
größere Kulturtradition zurückblicken, begannen Lehrer für
Fredmsprachen und -literaturen in ihrer Muttersprache verfaßte
Schriften zu veröffentlichen und dadurch die hervorragenden
Gestalten jener Literaturen, die Natur ihres Werkes sowie die
Wirkung verschiedener literarischer Strömungen ihren Landsleuten
näher zu bringen." Wenn Länder wie England, Frankreich, Italien und
Deutschland so etwas tun, so "müßten wir es umso mehr tun, da wir
mehr Aufklärung von draußen benötigen, um uns selbst aufzuklären und
zu erwärmen; wieso sollen wir diesen guten Beispielen nicht
nacheifern? Wir werden es allerdings nur von unserem Standpunkt aus
und nur zu unserem Wohle, zu unserer kulturellen Entwicklung und zur
Entwicklung unserer Nationalliteratur tun!" Die deutsche
Literatur gehörte schon damals zum Kanon solider Allgemeinbildung in
Rumänien: "Es dürfte sehr wenig gebildetere Leute in Rumänien geben,
die keinen Text von Klopstock, Lessing, Wieland, Herder, Schiller,
Goethe sei es im Original, sei es in einer Übersetzung gelesen oder
nicht mindestens vom Göttinger Bund, von der literarischen
Sturm-und-Drang-Zeit, von den Romantikern, vom Jungen Deutschland
oder von anderen früheren oder neueren literarischen Schulen gehört
hätten."
Die Anfänge der institutionalisierten rumänischen Germanistik
standen also voll im Zeichen eines dynamischen gegenseitigen, also
interkulturellen Austauschs von geistigen und künstlerischen Werten,
der zur tragfähigen Grundlage ihrer gesamten Existenz geworden ist.
In den dreißiger Jahren konnte der deutschschreibende Jude Alfred
Margul-Sperber jahrelang mit dem Rumäniendeutschen Heinrich Zillich
einen oft nicht schmerzfreien Dialog per Brief führen, mitten im II.
Weltkrieg wurde Bukarest, nach Berichten von Wolf Aichelburg, zur
toleranten Hauptstadt: "Der hohe Staatsbeamte Cisek, der halb im
Untergrund lebende Jude [Alfred Margul-] Sperber, der
siebenbürgische Lehrer [Bernhard] Capesius, der Wahlfranzose
[Walter] Biemel, der deutsche Soldat [Georg] Maurer trafen sich in
häuslichem Rahmen zu sehr freien Kunstgesprächen, an denen auch ich
(Wolf Aichelburg; G.G.) teilnahm. In der Rückschau gruselt einen bei
dem Gedanken daran, wie unbekümmert man sich unterhielt. Es war dies
aber paradoxerweise irgendwie natürlich, der Gleichstand von
Gewaltherrschaft und Liberalität, die Sichel, die schon zum Schnitt
bereit war, und das ruhige Wogen reifen Korns: das Bukarest der
Kriegsjahre."
Wie wohltuend sind solche Rückblenden! Und wie unerlässlich für
einen jeden, der sich vornimmt, sich über die Germanistik in
Rumänien zu äußern! Der Zeugnisse dieser Art gibt es viele, kein
ernstzunehmender Forscher kann, ja darf sie ignorieren - es sei denn
bei Strafe jeglicher Glaubwürdigkeit.
Es gilt grundsätzlich die kritischen Momente, jedoch auch die
Leistungen der rumänischen germanistischen Lehre und Forschung
intensiver zu erforschen und bekannt zu machen. Wir dürfen diesen
mäanderartigen, unsere Identität immer noch prägenden Werdegang
nicht auch noch ignorieren. Nehmen wir uns auch an eigenen
Vorgängern ein Vorbild!
George Gutu
*****
(Rumänische Fassung) /S. 9-10/
SGR, ZGR si
germanistica din România
Orice fenomen are o evolutie
proprie. A vorbi despre un fenomen inseamna sa fi studiat principial
aceasta evolutie, astfel incât, fiind in cunostinta de cauza, sa
poti face afirmatii corecte. Epocile destul de productive din
istoria germanisticii institutionalizate din România din perioada
intregului secol al XX-lea, datorate activitatii excelente a
germanistilor de origine româna, germana si de alte proveniente, au
contribuit esential la cristalizarea propriei sale identitati in
sensul acelei duble directionari caracteristice pentru germanistica
din strainatate, postulata de Karl Kurt Klein. Realizarile din
România deceniului al doilea si al treilea in cercetarea originii
românilor sau a germanilor traitori in România, a populatiei
germanofone in general de pe acest teritoriu, a relatiilor inter- si
multiculturale exercitate in ambele directii, asadar a receptarii si
influentelor de natura interreferentiala dintre spatiul
spiritual-cultural si literar al acestei regiuni cu caracter
plurietnic si spatiul limbii si culturii germane reprezinta un volum
de zeci de tomuri, a caror studiere ar putea da de lucru unor
institutii intregi de cercetare. In conditii dificile, grevate de
imixtiunea unor supraveghetori proletcultisti si ideologici
infiltrati de aiurea, germanistica autohtona a putut sa stabileasca
dupa razboi legatura cu traditiile sale progresiste, umaniste, de
apropiere intre popoare, facând progrese esentiale in domeniul
predarii si studiului limbii germane, al cercetarii germanistice.
Din falanga germanistilor cu merite deosebite din secolul trecut fac
parte Simion C. Mândrescu, Traian Bratu, Karl Kurt Klein, Gustav
Kisch, Ion Sân-Giorgiu, Virgil Tempeanu, Bernhard Capesius, Ion
Gherghel, Harald Krasser, Victor Morariu, Alfred Klug, Jean Livescu,
Georg Scherg, Tudor Vianu, Johann Wolf, Mihai Isbasescu, Ion Roman,
Bruno Colbert, Viktor Theiss, Romul Munteanu - ca sa nu enumeram
decât cele mai importante figuri ale unui vast peisaj. In jurul lor
s-au adunat colaboratori silitori si inteligenti, bine pregatiti, cu
o cultura solida, ale caror contributii trebuie remarcate in mod cu
totul deosebit.
SGR s-a straduit din prima clipa dupa infiintarea ei sa creeze
conditiile necesare continuarii acestei traditii pe o treapta
superioara. Prin congresele si simposioanele organizate de SGR, la
care au participat sute de germanisti din tara si de peste hotare,
prin editarea ZGR si a numeroase alte publicatii si periodice in
toate centrele universitare si culturale din România, prin
optimizarea permanenta a principiilor didactice si metodice ale
formarii primare, ale perfectionarii continue a profesorilor de
limba germana din toata tara, SGR si-a dovedit capacitatea
organizatorica si competenta profesionala. Legaturile internationale
se intaresc si se intensifica, caci atât in relatiile dintre colegii
din toata tara cât si dintre noi si colegii din strainatate ne-am
ghidat dupa idei precum cele formulate de prof. Werner Keller, la
acea vreme presedintele, acum presedintele de onoare al Societatii
Goethe din Weimar, cu prilejul simposionului Goethe de la Bucuresti
din anul 1998: "Europa este marcata de tragediile unor decenii
amare. La sfârsitul acestui secol, ea este unita din punct de vedere
spiritual prin vointa noastra de pace pe acest continent si prin
deschiderea noastra spre cunoasterea a ceea ce avem in comun cu
Celalalt si spre acceptarea a ceea ce este altfel ca pe o binevenita
imbogatire." De aceea, germanistii din România se bucura de un inalt
prestigiu, afirma prof. Keller: "Germanistii români sunt foarte bine
apreciati in Germania. A fi germanist român inseamna, in cazul
bursierilor de la Weimar, sa excelezi prin cunostintele de limba si
prin gândirea metodica." Renumita publicatie FACHDIENST GERMANISTIK
vorbea inca din 1998 despre o "uimitoare activitate" a germanisticii
din România.
Dar drumul pâna aici nu a fost câtusi de putin usor. In prefata
la studiul sau monografic "Friedrich Gottlieb Klopstock" (Bucuresti,
1911), Simion C. Mândrescu se referea la acest aspect. Seful primei
catedre de germanistica din România afirma la sase ani dupa crearea
catedrei din Bucuresti:
"Sunt aproape sase ani, de când exista la universitatea din
Bucuresti o catedra speciala de limba si literatura germana, si tot
atâtia ani, de când am inceput sa tin in aceasta specialitate un
curs cu totul nou pentru noi românii. […] Ceea ce am prevazut in
lectiunea mea inaugurala dela 5 Noembre 1905, s-a adeverit cu
prisosinta. Imense au fost greutatile, cu cari am avut de luptat in
sincera mea dorinta de a face macar un bun inceput. Daca cu toate
acestea am putut obtine oarecari rezultate imbucuratoare, trebue sa
recunosc, ca am avut si noroc. Am avut fericirea, sa vad
populându-se an de an noul tarâm de munca cu o suma de inteligente
distinse si de muncitori cinstiti, cari prin interesul si
priceperea, cu care mi-au urmarit lectiunile mele, m-au intarit in
lupta si mi-au dat frumoase sperante de viitor. Am convingerea,
ca elevii mei, incalziti de frumusetele eterne cuprinse in
literatura germana ca si de exemplele neperitoare de bravura ale
eroilor acestei literaturi, vor continua sa munceasca in directia
indicata de mine, propovaduind in scoli si in lumea româneasca
cuvântul acestei literaturi spre binele si pentru inaltarea neamului
nostru si a literaturei noastre nationale. Am in acelas timp
speranta, ca unii dintre ei vor intrece in roade pe acela, caruia in
mijlocul atâtor greutati i-a fost sortit, sa faca primul pas pe
tarâmul germanisticei in România. […] Prin natura lucrurilor,
profesorii de limbi si literaturi straine, mai ales la inceput, nu
trebuie sa fie numai profesori ai elevilor lor, nu trebuie sa fie
numai oameni de stiinta; ei trebuie sa-si indrepte privirile si in
afara de universitate, sa devie propo-vaduitori, popularizatori ai
specialitatii, pe care o reprezinta." In activitatea sa de pionierat
si-a luat ca exemplu tarile avansate: "In Germania cel mai mare
elinist de astazi a publicat o carte de lectura elina pentru marele
public, tinând ca si alti colegi dela universitatea din Berlin si
cursuri populare din specialitatea sa. In Anglia, Franta si Italia
si in alte tari cu cultura mai inaintata, profesori de limbi si
literaturi straine prin scrieri in limba nationala au inceput sa
desluseasca compatriotilor lor figurile marcante ale acelor
literaturi, natura operelor ca si fiinta diferitelor curente
literare." Daca tari precum Anglia, Franta, Italia si Germania
fac acest lucru, "noi, cari avem mai multa nevoie de lumina din
afara pentru a ne lumina si incalzi, sa nu facem macar ca ei, sa nu
imitam exemplele bune, ce ni le dau? O vom face doar numai din
punctul nostru de vedere si numai spre binele nostru, pentru
ridicarea noastra culturala si inaltarea literaturei noastre
nationale!" Literatura germana constituia inca de pe atunci in
România parte integranta a canonului unei culturi generale: "Vor fi
putini oameni cu o cultura mai de seama in România, cari sa nu fi
cetit ceva, fie in original, fie in traduceri, din Klopstock,
Lessing, Wieland, Herder, Schiller, Goethe, cari sa nu fi auzit
macar de Bund-ul din Göttingen, de perioada literara Sturm und
Drang, de Romantici, de Das junge Deutschland, ca si de alte curente
si scoli literare mai vechi sau mai noua."
Inca de la inceputurile sale, germanistica institutionalizata
din România s-a aflat total sub semnul unui schimb dinamic reciproc,
asadar intercultural, de valori artistice, care s-a transformat
intr-un fundament solid al intregii sale existente. In deceniul al
treilea, scriitorul evreu de limba germana Alfred Margul-Sperber
purta ani de zile un dialog epistolar, marcat nu arareori de
marturisiri dureroase, cu scriitorul german din România Heinrich
Zillich, iar in toiul celui de al II-lea Razboi Mondial Bucurestiul
devenise, conform relatarilor lui Wolf Aichelburg, o capitala
toleranta: "Inaltul functionar de stat Cisek, evreul [Alfred
Margul-] Sperber, care traia in semiclandestinitate, profesorul
transilvanean [Bernhard] Capesius, francezul naturalizat [Walter]
Biemel, soldatul german [Georg] Maurer se intâlneau pentru a purta
iscutiid foarte libere despre arta, discutii la care luam parte si
eu (Wolf Aichelburg; G.G.). Privind retrospectiv ma apuca fiorii
când ma gândesc cât de degajat discutam. Dar lucrul acesta era
oarecum, in mod paradoxal, firesc, un echilibru intre dominatia
fortei si liberalism, o secere pregatita sa porneasca secerisul,
unduirea grânelor coapte: acesta era Bucurestiul anilor din timpul
razboiului."
Cât de agreabil este sa arunci asemnea priviri retrospective! Si
cât de indispensabil este gestul ca atare pentru cel care isi
propune sa faca aprecieri la adresa germanisticii din România!
Exista numeroase documente similare, nici un cercetator serios nu
poate, nu trebuie sa le ignore - altfel, riscul este cel al lipsei
oricarei credibilitati.
Momentele critice, dar totusi si performantele germanisticii din
România din invatamânt si cercetare trebuie studiate mai intens si
facute cunoscute plenar. Nu putem sa ignoram si noi aceasta devenire
sinuoasa, dar onesta si meritorie, care-si mai pune si acum pecetea
asupra identitatii noastre. Sa ne alegem modelele si dintre propriii
nostri inaintasi!
George Gutu
|
|