Grußwort von Prof. Dr. George Guţu an die internationale Tagung des DAAD und des Bukarester Germanistiklehrstuhls “Ein umfassendes Curriculum der Germanistik im Hinblick auf den Bologna-Prozeß”, Sighişoara/Schäßburg, 10.-13. Februar 2005
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, nach der Bukarester Dezember-Tagung, zu der die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens und der DAAD eingeladen hatten, darf ich mit großer Freude auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Gäste der nun in Sighişoara/Schäßburg stattfindenden internationalen Tagung “Ein umfassendes Curriculum der Germanistik im Hinblick auf den Bologna-Prozeß” herzlich begrüßen. In bewährter Zusammenarbeit ergriffen der DAAD und der Bukarester Germanistiklehrstuhl die Intiative zu dieser neuen Diskussion über uns alle interessierende Fragen, die mit der Einführung der Bestimmungen des Bologna-Prozesses zusammenhängen. Im Jahr seines 100. Geburtstages erweist sich der Germanistiklehrstuhl der Universität Bukarest als konsequenter Förderer der neuen Lehr- und Forschungsentwicklungen, die auch in Rumänien bereits Einzug gehalten haben und nun voll im Gange sind. Das alles geht freilich nicht ohne Reibungen und Hindernissen, dennoch sind wir durchaus optimistisch und – wie Sie an den zwei in sehr kurzem Zeitabstand gehaltenen Tagungen ermessen können – sachlich und pragmatisch bei der Sache. Auch diesmal wollten wir uns keinesfalls verschließen, sondern mit unseren KollegInnen aus der benachbarten Region über Grenzen hinweg ins Gespräch kommen, um gemeinsame Überlegungen für mögliche, annehmbare Lösungen zu finden. Bei aller Öffnung nach außen hin und bei allen neuen Herausforderungen wollen wir Sie bitten, auch unsere eigene und Ihre eigene nationale Erfahrung zu berücksichtigen, wenn es darum geht, neue Konzeptionen zu entwickeln – vor allem neue Curricula. Die bisherigen Traditionen einer jeden (auslands)germanistischen Schule sollen optimiert und bereichert werden durch die neuen, modernen Trends. Damit sollte eine vernünftige Synthese von historisch gewachsenen Erfahrungen und höchst aktuellen Aufgabenstellungen geschaffen werden. Dazu soll all unsere Bereitschaft dienen, die den gemeinsamen Willen signalisiert, unser Kreativitäts- und Innovationspotential voll in den Dienst unserer Hochschulen und ihrer Aufgaben zu stellen, um vor allem die Umstellung von Lehre und Forschung auf die neue europaweite Perspektive des Bologna-Prozesses unter optimalen Bedingungen durchzuführen. Aus dem konstruktiven Disput sollen Konzeptionen artikuliert werden, die zu einer angemessenen Lösung führen sollten. Ich bin überzeugt, daß nicht Nachahmungstrieb, sondern echtes Bedürfnis nach Erneuerung uns alle zusammenführt. Dem DAAD gilt unser aller Dank für die finanzielle und moralische Unterstützung, ebenso den Veranstaltern und Organisatoren der Tagung für Ihre hervorragende Vorbereitungsarbeit. Im oben angedeuteten - ehrgeizigen und anspruchsvollen - Sinne wünsche ich auch der internationalen Schäßburger Tagung gutes Gelingen.
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