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IX. Internationaler Kongress der Germanisten Rumäniens
Bucureşti/Bukarest, 4.-7. Juni 2012 S E K T I O N 2: Literaturwissenschaft: Untersektion 2 D: „Die Fremde als Ort der Geschichte in der deutschsprachigen Migrantenliteratur“ Anmeldungen sind zu schicken an folgende Adressen: ra_radulescu@yahoo.com; gutugeorge@yahoo.de; craciunfischer@yahoo.com E X P O S É
Die Fremde als Ort der Geschichte in der deutschsprachigen Migrantenliteratur Literatur wird heutzutage immer mehr „als Teil kultureller Diskurse und Kontexte“ betrachtet, man zielt auf eine Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft ab: „literarische Texte sind Medien kultureller Selbstauslegung“ und gehören zur „Selbstbeschreibungsdimension einer Gesellschaft“ im Sinne der Metapher von „Kultur als Text“. Die den Nachbarwissenschaften entlehnten Forschungsmodelle finden auf dem Gebiet der sogenannten „Migrantenliteraturen“ eine besondere Anwendung, weil ihre Rezeption mit dem Entstehungskontext eng verbunden ist und sie eine kontextualisierte Wertungsästhetik beanspruchen. In den Vordergrund des Forschungsinteresses rückt über Literarizität der Texte hinaus das Zusammenwirken von paraliterarischen und außerliterarischen Anregungsfaktoren und Auswirkungen, wie z.B. der den Migrantenliteraturen innewohnende interkulturelle Potenzial, der politisch-wirtschaftliche und soziale Zusammenhang, die gesellschaftliche Beteiligung und die kritische Stellungnahme. Die Flucht ins Ausland, der allgegenwärtige Traum von anständigen Lebensbedingungen, die Anpassungsschwierigkeiten in dem neuen Land, der Kampf für Überleben: es sind immer wiederkehrende Themen, die in den Migrantenliteraturen konsequent auftauchen. Mit sich bringen sie identitäre Schwankungen, die Helden geben oft mehrfache Zugehörigkeiten zu, was den Gegenstand einer ständigen Hinterfragung des eigenen Daseins bildet. Davon ausgehend sind Themenvorschläge zu folgenden Zusammenhängen willkommen:
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